Sebastian Bäumler – von Schule, die schätzt statt stresst
Shownotes
Das könnte Schule machen: Miteinander, Wertschätzung, Perspektiven – Sebastian Bäumler ist diese Haltung als Lehrkraft besonders wichtig. Das bringe mehr Motivation, mehr Freude und am Ende für alle ein besseres Ergebnis, davon ist der Lehrer der Grund- und Mittelschule Windischeschenbach überzeugt.
Wie das konkret aussieht, wie man den Unterricht und den Umgang miteinander dafür verändern muss und wie diese Veränderung über die Schule hinaus wirkt, erzählt Sebastian Bäumler im Gespräch mit Christian im Podcast Landleben neu denken aus dem Landkreis Neustadt an der Waldnaab.
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00:00:00: Lehrer haben wohl so ein Fable für Fachwörter und für richtig kopizierklingende Wörter.
00:00:03: Das ist viel einfacher, ich nenne es lieber jung und alt zusammenholt.
00:00:34: Servus zum Podcast Land leben neu denken aus dem Landkreis Neustadt an der Waldnaabe!
00:00:39: Mein Gast ist heute Sebastian Bäumler.
00:00:41: er ist Lehrer an der Grund- und Mittelschule in Windisch-Echenbach – dem Ort, in dem er auch lebt.
00:00:47: Als Lehrer verfolgt er einen Ansatz der Kinder und Jugendliche an selbstständige Arbeiten und Lösungen finden heranführen soll, anstatt nur zum Auswendiglernen zu bringen.
00:00:57: Außerdem ist er überzeugter Eniveela und zeigt uns seinen Blick auf den Landkreis Sebastian.
00:01:01: Herzlich willkommen!
00:01:03: Schön, dass du da bist.
00:01:05: Ich freue mich hier zu sein – bin gespannt.
00:01:07: Der Podcast heißt ja «Landleben neu denken».
00:01:11: Du möchtest wenn ich das richtig verschehe Schule neu denken.
00:01:15: in wiefern denn?
00:01:17: Da kann jeder einfach mal zurückgehen, als er selber in der Schule war.
00:01:20: Wie hat das sich gefühlt?
00:01:21: Ich gehe um acht in der Früh hin und komme um drei Uhr wieder zurück oder erst mal um fünfzehn-dreißig wenn ich nachmittags Unterricht habe, bin ich mich dann energetisch aufgeladen oder fühle ich mich eher ausgelaugt und lege ich mich am liebsten erstmal auf die Couch oder setz mich drei Stunden vor dem PC oder ähnliches.
00:01:36: Ich glaube, die meisten von uns haben tatsächlich noch diese Denke dass sie sagen ok komm.
00:01:42: und dann eine Schule für mich erst mal erledigt.
00:01:44: Eine Schule kein Lernraum mehr, sondern eine Schule ein Lebensraum.
00:01:48: Das ist das was für mich entscheidend wäre dass wir quasi vom Lernraum sag ich so bis es zum Lebensraum hinwechseln können.
00:01:57: Und das ist eigentlich das, was für mich Schule neu denken bedeutet und was der Lebensraum genau ist.
00:02:02: Ich bin mir sicher da kommen im Laufe des Gesprächs noch mehr.
00:02:04: Ja oder darfst gleich mal einsteigen?
00:02:06: Das sind natürlich spannend!
00:02:06: Was ist denn der Unterschied jetzt zwischen einem Lehrraum und einem Lebensraum?
00:02:10: Wir
00:02:12: haben
00:02:13: zum Beispiel unser Klassenzimmer komplett umgestaltet.
00:02:16: Da steht jetzt ein Couch mit drin, da steht ein großer Sitzack mit drin und ähnliches.
00:02:19: Das heißt wenn man reinkommt dann sieht man als erstes Mal ein paar Blumen oder unsere Maskottchen, wie hier.
00:02:25: Auf unserem Tisch liegt jetzt für alle, die nicht im Video anschauen ein Stoffball der mit Knistermaterial gefühlt ist und einen Smiley-Fahren drauf hat.
00:02:35: Man kennt es vielleicht als Stressball oder Anti-Stressball also das Richtige.
00:02:40: Ja genau solche Sachen sind das, die dann einfach einladen ins Klassener Zimmer reinzukommen und sich wohlzufühlen.
00:02:47: Also man sollte sich gleich vom Beginn an wohlfühlen in einem Raum.
00:02:50: Das ist meine Entscheidung oder meine Meinung dazu Und nur wenn ich mich wohlfühle, dann kann ich auch Leistung abrufen.
00:02:55: Das ist ja im späteren Arbeitsleben nicht anders.
00:02:58: Auch da, wenn mein Büro nicht einladend ist... ...wenn ich Neon-Licht oben habe und dann hab' ich schlechtes Licht von hinten.
00:03:04: Ich seh auf dem Bildschirm fast nix und der Stuhl ist auch noch unbequem und knatzt die ganze Zeit.
00:03:08: Dann kann ich ja auch nicht vorankommen.
00:03:10: ganz klar!
00:03:11: Und genauso gilt es für mich auch dass man da im ersten Moment erstmal beim Mobilea anfängt,... ...dass man quasi ein einladendes Schulhaus macht.
00:03:18: das wenn ich reinkomme an diese Schule.... ...und ich weiß erst mal gar nicht wo ist das Sekretariat?
00:03:22: zum Beispiel, einfach auch klare Beschilderungen und Ähnliches.
00:03:25: Das ist das was Schule dann lebenswerte und lohnenswerter macht auf der ersten Seite.
00:03:29: Auf der zweiten Seite gehören die Menschen dazu.
00:03:31: Also wir haben ganz viele Menschen logischerweise die täglich ein- und ausgehen.
00:03:35: Es sind nicht bloß die Schügeler oder die Lehrkräfte sondern es sind da viele andere Leute.
00:03:41: Die Sekretärin sind die Putzkräfte, die nachmittags kommen.
00:03:45: Das sind die Sportvereine wenn man an den Turnhallen denkt.
00:03:47: Ganz viele Schulen haben wir auch in den Turnau abends regelmäßig die Vereine drinnen.
00:03:53: und dass wir schaffen, da quasi aus Schule ein Gemeinschaftszentrum zu machen.
00:03:56: Das ist das Entscheidende hinter dem Ganzen.
00:03:59: Wie man das schafft, ist ganz einfach mit Wertschätzung damit, dass ich sage Wir bringen Leute zusammen und wir können auch in irgendeiner Art und Weise moderierend eingreifen wenn es mal nicht so klappen sollte.
00:04:12: aber im Normalfall Wenn ich den Schülern den Kindern Vertrauen gebe kriegt man das Vertrauen zurück Und wenn ich ihnen Möglichkeiten gebe, selbst etwas zu gestalten und zu machen.
00:04:22: Ich nehme jetzt mal ein Beispiel von uns.
00:04:24: Wir haben Sitzbänke selbst gebaut und das ist überhaupt kein Thema.
00:04:29: Viele haben gesagt am Anfang der hat die WM vielleicht kaputt gemacht oder Ähnliches.
00:04:34: Niemals auf gar keinen Fall.
00:04:35: wir haben auch einen Gravity bei uns neu gemacht.
00:04:38: Das war basierend auf den Ideen und Freistellungen aller Schüler Und auch das ist bis heute noch eins zu eins so.
00:04:45: Wir haben da alle möglichen Varianten von Schülerbeteiligung, von aktiver Schülerbedeiligung und nur durch diese aktive Schülerbetteiligung-Partizipation kommen wir dann überhaupt
00:04:54: voran.".
00:04:55: Jetzt habe ich schon wieder so viel geredet – es war wahrscheinlich Lehrerkrankheit.
00:04:57: Du darfst!
00:04:59: Ich hab
00:04:59: jetzt schon ein ganz spannendes Bild im Kopf von einem Schulhaus, auch von den Menschen und den Schülern die dort sind.
00:05:07: Komm mal dazu welcher Teil du darin bist.
00:05:09: Erzähl' mir ein bisschen was über dich.
00:05:11: Ja, ich bin Lehrer.
00:05:13: Ich weiß leider auch in der sechsten Klasse und das war eigentlich im Großen und Ganzen schon weil ich selber bin in dem Kontext überhaupt nicht wichtig sondern mir geht es darum dass die Kinder selbstständig aktiv werden und selbst arbeiten können.
00:05:28: wir haben viele verschiedene Projekte gemacht und ich sage mal das Beste ist dann wenn ich rausgehe und es läuft genauso wie vorher also Die Kinder, die arbeiten von selber an eigenen Projekten.
00:05:39: An eigenen Vorstellungen und eigene Zielsetzungen, die sie haben.
00:05:42: Und wenn ich das mache, dann kann ich auch rausgehen.
00:05:45: Da spiele ich keine Rolle mehr.
00:05:47: Blöde gesagt, das Beste ist es, wenn man sich selbst überflüssig machen kann.
00:05:51: Und da muss man hinkommen und das schaffen wir auch in großen Schritten.
00:05:54: Das sind natürlich auch eine Haltung zu der man auch erst mal kommen muss.
00:05:57: Das ist einer, die vielleicht nicht jeder so aus seiner eigenen Schulerfahrung kennt, sage ich jetzt einmal Wie war denn dein Weg hin zu dieser Haltung?
00:06:06: Also du machst es jetzt viel lange und wie war der Weg dahin zur Erkenntnis oder zur Haltung, die du jetzt hast.
00:06:13: Also das ist tatsächlich so... Man hat ja als Lehrer nach dem Studium als Referendariat, wie Unterricht perfekt funktioniert Und ich habe mir den Unterricht dann auch angesehen, hab' ihn selber in ein endlicher Art und Weise gemacht.
00:06:26: am Anfang Dann habe ich einfach mal reflektiert, wie geht's denn in den Schülern mit diesen Art des Unterrichtens?
00:06:34: Und ich habe mich dann ein bisschen umgeschaut und zwar international.
00:06:37: Gut, international ist relativ in der Schweiz.
00:06:40: Ja?
00:06:40: Und in der Schweizer gibt es... Also in der Stadtkur gibt es ein Modell, das nennt sich Kurumodell.
00:06:48: Und da geht's eben darum dass wir von dieser starren Frontbestulung wo eine Sitzreihe nach der anderen kommt, das kann sie mal auflösen und zum Einladen machen.
00:06:57: Da haben wir die Tische zur Seite drin
00:06:59: z.B.,
00:06:59: dass wir eine Pflanze mit drin haben, dass wir einen Couch mit denen haben und ähnliches und dass die Schülerinnen und Schüler dort eben ankommen können, wo sie sich am wohlsten fühlen sollen lernen.
00:07:09: So können Sie Höchstleistungen machen.
00:07:13: Und das Kuro-Modell, das ist aktuell in der Lehrerbubble nenn ich es mal so.
00:07:18: Auch ein gewisser Hype, okay?
00:07:19: Mal bloß so sagen.
00:07:20: Ich habe das Ganze jetzt vor sieben Jahren, sechs, sieben Jahre ungefähr angefangen und seitlich das mache muss ich ganz klar sagen... ...ich würde's nie wieder anders machen.
00:07:30: Also nie wieder!
00:07:31: Ich könnte gar nicht zurück zum klassischen Unterricht.
00:07:33: Das funktioniert so.
00:07:34: In dieser Art und Weise einfach hervorragend.
00:07:38: Mir ist eigentlich da besonders wichtig, auch bei diesem Modell.
00:07:41: Das Modell impliziert vor allem also der Unterrichtsstunde läuft typischerweise so ab in diesen Modell dass wir uns zu Beginn an einen Sitzkreis treffen.
00:07:50: das ist mir schon allein deshalb wichtig weil ich da mit den Schulen auf Augenhöhe bin.
00:07:53: Ich bin halt vorne irgendwo abgeoben hinter dem Pult abgegrenzt.
00:07:56: Da steht noch das Puls zur richtig schönen Frontteil als Frontschüler oder Front-Lehrkräfte gegeneinander.
00:08:02: Das funktioniert so nicht und Wir treffen uns zu Beginn im Sitzkreis.
00:08:07: Es gibt einen kurzen Input, meistens von mir und dann gehen die Kinder an ihre Eigenständigen arbeiten.
00:08:12: Lüne gelbe rote Aufgaben nenne ich das immer gern.
00:08:15: Das ist einmal das Grundwissen Dann ein paar weiterführende Aufgaben Und dann kommt die kreative Seite weil wir jetzt zum Beispiel zum Thema Mitteläuter Ein Film gedreht draußen und ich sage es mal so wenn die Kinder dann wirklich mal mit ihren Kostümchen die sie da haben ... in der Dezember draußen stehen, in der Kälte.
00:08:32: Dann können Sie durchaus nachempfinden wie sich die Stadtwachen damals mitm Alter wirklich gefühlt haben!
00:08:37: Und ich glaube das sind auch Erlebnisse... ...die man nicht mehr vergisst.
00:08:40: Keinst Autonweise, sondern bleiben.
00:08:42: Ja jetzt hast du eingangs schon so schön gesagt naja im Referendariat da hast du gelernt wie er perfekter Unterricht ausschaut.
00:08:50: Was natürlich gleich an Gedanken kommen sind zwei.
00:08:54: Das eine ist ja, das ist ja schön aber lernen müssen sie trotzdem noch was... Was nicht?
00:09:00: Geometrie zum Beispiel ist.
00:09:02: Und das andere ist, ja... Das ist ja schön wenn die Stadt Kouris so macht aber können wir es auch einfach machen.
00:09:09: also kann ich als Lehrkraft hergehen und sagen naja ich mach das wird jetzt auch so.
00:09:12: Fangen wir mit dem zweiten an Ja und sag' Wenn die Stadt Kurdis kann dann kann das der Landkreis Neustadt erst recht.
00:09:19: Das ist überhaupt kein Thema Vor allem, wenn ich... also wir haben den großen Vorteil.
00:09:24: Wir haben das Klassenleiterprinzip.
00:09:26: Das heißt, wir sind ganz viele Stunden in unserer Klasse drinnen.
00:09:28: Da ist natürlich wesentlich einfacher umzusetzen als wenn ich nur zwei oder vier Stunden...
00:09:32: Welche Klassen sind Sie jetzt?
00:09:33: In dem Fall bei dir?
00:09:34: Die sechste.
00:09:36: Und da ist es tatsächlich wesentlich einfach umzusetzten als wenn nicht nur zwei-oder vier Stunden, dann bin ich ganz klar.
00:09:42: Es geht aber vom Prinzip her auch aus Wichtigeres, dass man die innere Haltung ändert und die inneren Haltungen.
00:09:48: Das ist auch etwas, was ich selber ausmachen muss.
00:09:51: Es ist nicht immer ganz leicht, wenn man quasi nicht mehr der ist, der vorne steht und die ganze Zeit redet, sonst sich mal bewusst zurücknimmt und sagt okay ihr übernehmt?
00:10:00: Ich traue euch was zu.
00:10:01: natürlich geht da auch mal was schief brauchen wir nicht darüber reden.
00:10:04: aber im Großen und Ganzen würde sagen achtzig neunzig Prozent funktionieren wirklich super und hervorragend.
00:10:09: Ich komme gerade auch direkt frisch von der Schule habe sechs Stunden gerade eben in meiner Klasse unterrichtet.
00:10:17: Ich fühle mich gut.
00:10:17: Du wirkst
00:10:18: ganz gut, wollte ich kurz sagen?
00:10:18: Also ich kann mich noch erinnern an den Spruch, den man früher immer gern gehört hat... Jetzt ist es mal leise und auch meine sechste Stunde.
00:10:24: Ja!
00:10:26: Ich bin jetzt quasi schon der Siebte.
00:10:27: Du bist schon
00:10:27: der Sebte genau.
00:10:28: Also dafür ganz frisch würde ich sagen.
00:10:31: Und das ist tatsächlich etwas so, ich sage da muss man unbedingt drauf aufparen oder können wir auch weiterkommen.
00:10:38: Ich weiß es ist schwierig aber ich finde Kinder müssen ein bisschen mehr Verantwortung zudrauen und ich kenne auch keine Kinder die dem nicht gerecht werden würden.
00:10:48: Bei einer dauert es ein bisschen länger, bei einer ein bisschen weniger lang aber vom Prinzip her kommt da jede gute mit klar.
00:10:55: Okay und jetzt auch noch mal nachgehackt das kann man als Lehrkraft quasi sagst du auch einfach im Rahmen dessen was auch unser ja was die Rahmenbedingungen die man zu erfüllen hat eben hergeben auch so umsetzen.
00:11:06: das ist jetzt nicht weil wir immer denken ja dann muss man auf eine andere schule hat's dann muss mir irgendwie ganz besondere Schule neu erfinden oder sowas.
00:11:16: Du sagst, na auch in einer Regelschule kann man Unterricht so wie du ihn beschreibst umsetzen?
00:11:22: Ich bin noch an eine Regelsschule.
00:11:24: Das ist kein Genauso oder Ähnliches.
00:11:26: Ist eine ganz normale Mittelschul-Klasse keine M-Glasse gar nix und wirklich ein ganz normaler Regelschuhe und deshalb bin ich da fest überzeugt das es funktioniert.
00:11:34: Ich war bevor ich in den schönen Landkreis Neustadt zurückgekommen bin auch mal im München eingesetzt.
00:11:39: Da ist das Schülerklientel natürlich ein anderes Das ist ja bei uns.
00:11:43: Auch da funktioniert's, der dauert Sänger.
00:11:45: Da müssen wir auch gar nicht darüber reden aber es funktioniert.
00:11:48: Die Großen und Ganzen eigentlich immer.
00:11:51: Okay!
00:11:53: Die zweite oder die eigentlich erste und jetzt zweite Aspekte, die ich angesprochen habe.
00:11:57: natürlich sagt man dann leicht naja das ist ja schön wenn sie Spaß haben aber sie sollen ja auch was lernen.
00:12:04: Was sagst du dazu?
00:12:06: Dann könnte ich jetzt mal ganz plump fragen kannst du einen Satz des Betägers noch?
00:12:13: Das ist
00:12:13: A Quadrat plus B Quadrat ist C Quadrat, oder?
00:12:15: Das ist korrekt.
00:12:17: Und du schaust mit Karl den Großen aus.
00:12:19: Wann war der?
00:12:20: Boah!
00:12:20: Jetzt wär's peinlich.
00:12:22: Ich
00:12:23: löse mal auf das Ganze.
00:12:27: Das was ich jetzt gerade abgefragt hab, dass es Fakten wissen.
00:12:30: Wenn wir das nicht wüssten...
00:12:31: Ungefähr?
00:12:33: Weil der Groß ist achthundert Nachgristos ungefähr.
00:12:35: Aber hätte ich nur nichts gesagt.
00:12:39: Überauf kein Stress.
00:12:41: Das ist aber alles Faktenwissen.
00:12:42: und wenn wir das nicht wissen, also Erwachsene.
00:12:45: Dann nehmen wir unser Handy raus, schauen kurz nach.
00:12:49: Das nennen wir Kompetenz.
00:12:51: Kompetenz ist quasi zu wissen wie ich an etwas komme.
00:12:54: Man hätte es immer gerne wissen und wissen wie's geht.
00:12:58: Das ist Kompetens!
00:12:59: Und natürlich kann ich Fakte wissen ohne Ende in die Schüler indoktrinieren.
00:13:04: man nennt den Nürnberger Drichter Das hilft aber wenig.
00:13:08: Irgendwann sitzt man da in einem Podcast, ein Lehrer gegenüber und der fragt ihn an kalte Grusel gebliebt hat und dann weiß man es gerade in dem Moment.
00:13:13: Ja ich
00:13:13: wollte schon achthundert Nachrichten sagen, oder?
00:13:16: Aber... Genau solche Sachen sind ja nicht das, was wir in der Schule hauptsächlich lernen sollen.
00:13:21: Sondern wir sollen lernen wie man überhaupt hinkommt auf bestimmte Fakten und ohne dieses Hintergrund wissen, wie komme ich da hin?
00:13:29: Also ohne die Kompetenz zu lernen, komme ich dann nicht vorwärts.
00:13:32: Deshalb setze ich Wert auf Kompetenzen und weniger Wert auf abprüfbares Faktonwissen.
00:13:37: Dann hat man vergessen, wie groß der Eiffelturm ist oder was auch immer.
00:13:42: Kann ich ja nachschauen.
00:13:42: Bitte
00:13:43: keine weiteren Fragen.
00:13:45: Alles gut!
00:13:47: Ja, das leuchtet mir ein.
00:13:51: Jetzt ist aber natürlich trotzdem auch dieses Faktenwissen und die Benotung am Ende – ich möchte es nicht schulpolitisch da werden, aber das ist ja alles trotzdem festgelegt, also der Kanu und der Themen, auch die Benötung am Schluss und so was.
00:14:08: Das Gefühl haben wir im Großen kann ich jetzt eigentlich eh nicht viel ändern weil das ist alles festgelegt und gleichzeitig könnte man auch sagen Vielleicht kann ich auch alles bewirken, weil ich dann der bin, der am Ende vor der Klasse steht.
00:14:20: Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen.
00:14:22: oder wie fühlst du dich in dieser zwischen diesen Polen?
00:14:25: Besser als... genau zwischen diesen beiden Polen kann man es gar nicht beschreiben.
00:14:29: Wir haben natürlich bestimmte Regularien und das geht jetzt net los bei den Benutungen los, es geht schon damit los dass die Schule um acht Uhr in der Früh anfängt.
00:14:35: Manche sind Lärchen, manche sind Eulen, nennt man ja so schön!
00:14:39: Und manche machen auch nichts aus, sie können um sieben schon anfangen, die anderen sind um zehn oder halb Schlaf drunken.
00:14:44: Das ist schon ein erster Teil wo ich sage, das sind da bestimmte Rahmen und in diesen Rahmen haben wir aber relativ große Freiheiten.
00:14:52: Und in diesen Rahmen kann ich eben meine innere Einstellung ändern.
00:14:55: und wenn mich selber da irgendeine Art und Weise reflektier, und sag' Ich möchte was anderes machen', dann kann ich das Wort.
00:15:02: Und zwar im ganz Kleinen nicht auf der großen Bühne, nicht auf den großen politischen Bühnen wo tausende Leute klatschen und sagen Mensch jetzt hat er wieder was gescheites gesagt sondern wirklich im ganz kleinen, im alltäglichen... wie irgendwelche kleinen Verständnisprobleme haben oder ähnliches.
00:15:18: Meistens freut es mich immer, wenn ich ein kleines Kind sehe das dann irgendwas verstanden hat.
00:15:22: Das macht einen einzigartigen Gesichtsausdruck.
00:15:24: Ich würde ihn jetzt genau machen aber ich kriege nicht hin.
00:15:28: Das hat aber jeder garantiert schon mal gesehen mit welcher wahnsinnigen Begeisterung Kinder auf Inhalte zugehen können.
00:15:33: da kommt einfach motivierter raus als man reingegangen ist.
00:15:37: also so geht's mir zumindest und deshalb ja in Anbetracht der Spannungsverhältnisse ist es nicht immer ganz einfach ganz klar Aber es geht was.
00:15:46: Wenn man das so macht, woran merken denn die Schülerinnen und Schülern auch dass das anders ist?
00:15:50: Und wo?
00:15:51: dann merkt man vielleicht auch als Eltern, dass da etwas anderes ist?
00:15:55: Ich
00:15:55: glaube die Schüler sind ja relativ flexibel.
00:15:58: Also total flexibel ganz am Anfang dieses Projekt oder dieses Modell neu eingeführt habe.
00:16:04: Da war's tatsächlich so, dass manche Schüler Probleme damit hatten.
00:16:07: Ganz klar!
00:16:09: Man ist gewohnt, man kommt in die Schule.
00:16:11: Dann wird man beschult.
00:16:12: Ganz komische Sorte im Übrigen und dann schreibt man was mit oder auch nicht.
00:16:17: Oder man schreibt Briefe an den Sitznachbarn oder was auch immer.
00:16:20: Jeder von uns war selber einmal hoffentlich in der Schule und weiß, was man da so machen kann.
00:16:25: Auch neben dem Unterrichtsstoff.
00:16:29: Ja, das kann man natürlich machen aber... Die Schüler waren am Anfang dieses selbstständige Arbeiten überhaupt nicht gewohnt.
00:16:36: Das heißt ich habe sie wirklich Schritt für Schritt langsam rampeln müssen, das dauert zwei drei Wochen und dann läuft es.
00:16:42: Also wirklich super also... Ich hab heute vielleicht zwanzig Minuten geredet, ich hab hier im Podcast jetzt wahrscheinlich schon mehr gredet als heute Vormittag ein ganzes Vormitag in der Schule und das finde ich schon wirklich besonders.
00:16:54: Das war der erste Teil und der zweite Teil die Eltern da gehört eigentlich genau das Gleiche.
00:16:59: Am Anfang ist es eine wahnsinnige Umstellung und man muss auch viel erklären.
00:17:03: Wir hatten einen Elternabend, da habe ich versucht diesen Modell näherungsweise darzustellen.
00:17:07: aber man wird's jetzt selbst in unserem Podcast von dreißig, vierzig, fünfzig Minuten merken.
00:17:12: Dieses Modell ist ein bisschen umfassender.
00:17:14: wie er sich da wirklich einlesen will dem sei die Lektüre jederzeit empfohlen und das ist sehr, sehr spannend.
00:17:19: Das ist tatsächlich etwas womit ich wirklich arbeiten kann Auch ganz live Und bei den Eltern.
00:17:27: Da kommt inzwischen eigentlich nur noch positives Feedback.
00:17:30: Also ich denke da, ich nehme jetzt mal ein Beispiel aus meiner Klasse.
00:17:33: Das war eine Junge, die war in der fünften Klasse letztes Jahr und hat überhaupt keine Lust auf Schuhe gehabt.
00:17:39: Der hat sich jeden Tag abholen lassen, ist jeden Tag runtergegangen zum Sekretär, er hat ja Bauchbeeren um Kopf hier und wo man nicht überall weh haben kann.
00:17:46: und meine Mama sagt mich bitte abholn!
00:17:48: Und jetzt läuft es...der kommt freiwillig.
00:17:50: Der ist jeden tag da, der ist motiviert, der macht Zeit zurück mit.
00:17:56: Die Mama hat mir so schön geschrieben, endlich geht er mit Freude in die Schule und das ist toll.
00:18:01: So ein Feedback ist super!
00:18:02: Das
00:18:02: ist wirklich beeindruckend ja.
00:18:04: Zumal also... ...das eine was beeindruckender ist, diese Motivation und diese Begeisterung, die man total spürt bei dir, dass wir jetzt wirklich sagen, es kommt richtig rüber, das glaube ich auch, dass das auf die Schüler überspringen kann.
00:18:15: gleichzeitig ist auch beeindrucknd, dass du die Schülerinnen in der Lage versetzt mehr Verantwortung, auch selbst zu übernehmen und dass es aber auch funktioniert.
00:18:29: Ich sage das jetzt deswegen oder betone es deswegen so weil in der öffentlichen Wahrnehmung werden ja alle immer dümmer.
00:18:35: Das ist nicht meine Meinung, aber das ist was mir auf Land abhört und alle Vergleichstests sind mal ja so schlecht und so... Was setzt du denn diesen Pessimismus entgegen?
00:18:45: Optimismus.
00:18:47: Ganz einfach!
00:18:49: Natürlich, ich glaube jeder kennt Sokrates, durfte nicht auch?
00:18:52: Wann hat der noch mal geblieben?
00:18:53: Na Quatsch... Da
00:18:55: lasse mich jetzt nur mit dabei.
00:18:57: Es war ein griechischer Philosoph und er damals vor über zweitausend Jahren schon gesagt, die Jugend wird immer dümmer an sich, hat schlechte Manieren
00:19:04: usw.,
00:19:05: das ist ja klassische Generationenkonflikte, es wird sich so schnell auch nicht ändern.
00:19:09: wahrscheinlich dass man immer denkt eine Jugend kann ja gar nichts.
00:19:13: Und jetzt könnte ich aber provokativ auch fragen, wie viele über-achtzigjährige haben denn Ahnung von KI?
00:19:19: Wie viele überachtzigjährige können ein Chatchi betieflüssig bedienen und wissen, wie man Video in vier K. dreht?
00:19:24: Wissen überhaupt was vier K ist?
00:19:26: Da geht es schon los.
00:19:28: Genau solche Sachen sind halt dann der andere Teil, der andere Bestandteil wo ich sagen muss okay vielleicht gibt's manche Fakten basierte Sachen nicht mehr so in dieser Breite.
00:19:40: oder leben die Schüler auch in einer Zeit, wo man mehr Richtung Kompetenzen schauen muss.
00:19:45: Nicht unbedingt immer auf dieses.
00:19:46: leicht abbrüffbare Fakten müssen und wer wird Millionärstil?
00:19:49: Das geht natürlich aber...wird vielleicht einen ganzheitigen Anspruch von Bildung nicht ganz gerecht.
00:19:57: Deshalb immer mit einem Lächeln drauf schon das Wirt so.
00:20:00: Also mein wir waren einmal jung über unsere Eltern und Großeltern haben über uns auch gesagt so dass denen nie was werden.
00:20:06: Und jetzt sitzt man da.
00:20:07: Ja,
00:20:07: fertig!
00:20:08: Jetzt schauen wir uns
00:20:09: an.
00:20:10: Jetzt klappt es doch irgendwie so, so häufigst
00:20:14: du.
00:20:15: Es ist ja auch durchaus so dass auch etwas was man landläufig immer hört schon auch ein Beklagen dessen ist das man das was man in der Schule lernt vielleicht zum Teil nicht täglich braucht später.
00:20:29: Also manchmal täuscht man sich da auch, wir haben vom Landkreis auch das schöne Projekt Wozulernen wird aus?
00:20:33: Wo wir Videos drehen um zu erklären dass man eben zum Beispiel ein Koordinatensystem oder eine Zinsrechnung oder so ist, dass man es sehr wohl brauchen kann.
00:20:42: Gleichzeitig gibt's natürlich auch Sachen wo man sagt naja ob man das dann
00:20:48: sieht das kalte große achthundert nach größtes klettern
00:20:50: ja genau das wäre jetzt einem vergessen.
00:20:53: aber wo man schon auch sagen muss naja Das ist halt trotzdem so mit dabei und vielen fehlt aber dieses Lösungen finden, Kompetenzen ausbilden.
00:21:03: Und auch irgendwo aber selbst wirksam werden etwas selbst zu schaffen und etwas nicht nur wiederzugeben.
00:21:10: Ich verstehe das jetzt dazu so dass es ein Ansatz ist der genau das auch fördern soll
00:21:15: unbedingt unbedingt Selbstwirksamkeit oder alles was in die Richtung geht dass man etwas selber mit den eigenen Händen macht.
00:21:23: ich sage mir gern Es ist lernen mit Kopf Herz und Hand wenn ich bloß die kopf bedienen Aber bloß Drittel bedient.
00:21:30: Ich brauche natürlich auch Herz und im besten Fall Hand, weil was ich mit der Hand mache, was ich selber mache, das vergesse sich nicht.
00:21:36: Nie im Leben!
00:21:37: Also wir haben damals zum Beispiel als ich selbst noch Schüler war, haben mir ein U-Boot gebaut in den Physikunterricht.
00:21:43: Das weiß nur, ob ich heute – ich kann ja auch genau den Weihrenstein zeigen wo muss dann das erste Mal ausgetestet haben… Ob's sinkt?
00:21:50: Es ist gesunken, sollte der U-Boot auch machen aber es leider nicht mehr wieder aufgetaucht.
00:21:53: Aber mei!
00:21:54: Irgendwas ist immer... Genau solche Sachen vergisst man nicht.
00:21:58: Das stimmt, da gibt
00:22:00: es einen Spruch von Konfuzius dazu glaube ich zu diesem Thema aber ich weiß das nicht mehr genau wann er gelebt hat und wie der war.
00:22:05: Lass es mich sehen und ich vergesse, lass es mich sagen und ich so, lasst es mich tun und ich erinnere mich irgendwie genau.
00:22:12: Genauso.
00:22:13: Backe auch mal die
00:22:14: Nese.
00:22:14: Die Nese?
00:22:16: Vor zweitausend Jahren ungefähr.
00:22:18: Da bin immer jetzt eine ganz sattel fest.
00:22:19: Müssen Sie jetzt nachschauen.
00:22:23: Genau!
00:22:23: Da haben wir die Kompetenzen nachzuschauen.
00:22:24: Du
00:22:25: hast gesagt, das Herz vor uns liegt ein Geheft.
00:22:29: Ein Kochbuch.
00:22:31: Da war nicht nur das Herz sondern auch der Magen am Schluss mit dabei.
00:22:34: Ein Projekt, das du letztes Jahr als du in Altenstadt an der Mittelschule noch Lehrer warst umgesetzt hast mit deiner sechsten Klasse dort.
00:22:43: Erzähl mal einen Kochbuch wie das!
00:22:48: Ja wir haben uns eigentlich gefragt und es ging nicht direkt ums Kochen Primär.
00:22:52: Sagen wir uns gefragt, wie können wir fitter mit der Welt umgehen?
00:22:56: Also Wie können wir selber fit werden für die Welt?
00:22:59: und dann haben wir uns darauf geeinigt.
00:23:00: Es gibt so zwei Sollen.
00:23:02: Die erste Solle ist Bewegung.
00:23:03: Wenn man mich aber jetzt anschaut, dann sieht man da sie vielleicht nettersportlichste bin.
00:23:07: Also haben wir es für die zweite Solle entschieden.
00:23:11: Das Essen Da kenne ich mir aus.
00:23:13: Und deshalb haben wir gesagt Wir probieren jetzt einfach in irgendeiner Art und Weise mal was aus.
00:23:19: Dann kann man die Ideen, wir haben ganz viele verschiedene Kulturen bei uns im Gassenzimmer sitzen.
00:23:25: Das ist zum Beispiel aus den türkischen Raum oder aus Kroatien oder aus... Ich könnte jetzt hier einfach durchblättern.
00:23:34: Wir haben ja auch verschiedene Flakken jeweils mit dabei.
00:23:37: Das sind die russische Flake, ukrainische Flacke haben wir noch dabei, Rumänien und so weiter.
00:23:42: Und Ehrenation hat also ein bisschen ihr eigenes Hauptgericht, ihre Leibspeise Glück gesagt.
00:23:51: Und da sind wir auf die Idee gekommen, sie sollen doch einfach mal heimgehen und einfach mal fragen was ist denn so ein typisches Gericht das es dort gibt?
00:23:58: Und jetzt kann man hier zum Beispiel, jetzt blamiere ich mich wahrscheinlich bei den Neurussischen Sachen zum Beispiel gibts Ogroschka, sprich mir Garantik ganz anders aus als total interessant weil ich gehe davon aus du kanntest es vorher auch nicht.
00:24:13: oder Hinosuppe mit sauren Boardsch oder so, kannte ich auch nicht.
00:24:18: Das ist ja ein ganz schönes Foto.
00:24:20: Das war tatsächlich ein Foto, bei dem eine Schülerin wirklich achtzig Kilometer gefahren ist zu ihrer Tante weil die so schöne Teller hat und damit man da quasi ein schönesfoto ins Kochpuff reinbringen kann.
00:24:34: Und das fand ich total faszinierend dass so eigentlich von selber die Schüler aktiv werden können.
00:24:41: Das waren unsere Grundidee.
00:24:43: Dann haben wir auch Rezepte zusammengetragen, haben das ein bisschen schick gemacht und dann haben wir das in Druck gegeben.
00:24:49: Dann ist gedruckt worden.
00:24:50: Und dann haben wir auch noch Reel drehen dürfen, für NW Perspektiven.
00:24:55: Steichwerbung an dieser Stelle?
00:24:56: Jawohl!
00:24:58: Da hatte ich aus dem Verrückungspunkt schon damit und ich habe das damals schon total toll gefunden weil es ja... Also es gibt ja den Blattenspruch Liebige durch den Magen.
00:25:05: aber ich finde wirklich im Essen, im Kochen da steckt ja so viel drin auch so viel Geschichte manchmal so viele persönliche Erfahrungen die auch in so einem Gericht stecken.
00:25:14: und damit meine ich nicht unbedingt Erfahrung.
00:25:15: Ich hab's schon zehn mal gemacht und kannst deswegen sondern meine Oma, was weiß ich?
00:25:20: Jeden Freitag macht.
00:25:21: Und deswegen steckt da für mich Heimatrin ein gewisses Gefühl dann und so was.
00:25:26: Ich hab schon das Gefühl, wenn man das durchblättert ... Dann haben wir auch so ein bisschen das Gefühl die Leute dahinter kennenzulernen.
00:25:36: Ein Kühl dafür zum Geringen.
00:25:38: Aha!
00:25:39: Ja... Das sind Herzensgerichte irgendwo.
00:25:43: Hast du diesen Effekt beobachtet, dass es mit der Klasse etwas gemacht hat zu einem Projekt, ins Reden oder ins Meer zusammengebracht hat.
00:25:52: Ich habe ja jetzt schon angesprochen, wir haben da zusammen einen Reel gedreht zu dem Thema.
00:25:57: Vielleicht können wir das hier im Video einblenden und wer das Reel gesehen hat der weiß auch ganz genau oder er sieht die Augen der Kinder, die mit vollem Stolz ihr Gericht machen dass sie vorher sieben oder acht oder zehn Mal daheim ausprobiert haben damit sie es in der Schule richtig gut hinkriegen.
00:26:19: Bleib mir in den Blöck gesagt.
00:26:21: Eine Mutter hat so schön zu mir gesagt, Herr Baumler ich weiß nicht mehr weiter jetzt hab' ich schon fuchzehn Mal das Gleiche gemacht müssen diesen Monat.
00:26:27: Fuchzehmal!
00:26:28: Du hast damit's gut läuft und jedes mal will er unbedingt mitmachen.
00:26:31: Und das ist ja der Wahnsinn.
00:26:33: welcher Mutter beschwert sie denn sonst zum Beispiel dass das Kind in der Küche helfen will?
00:26:36: Also hatte ich vorher noch nie.
00:26:40: Das ist es eine was es mit den einzelnen Kindern macht und das andere was man mit der Kleinstin Gemeinschaft macht.
00:26:46: Es stärkt die Kleistinnengemeinschaft un... Fassbar, also wirklich unfassbar.
00:26:51: Ich krieg auch jetzt noch ... ich bin nicht mehr an der Schule, hab die Schule gewechselt.
00:26:55: Ähm...ich kriege aber immer noch Rückmeldungen und ich krieg immer noch Bilder und Nachrichten wie schön das damals war.
00:27:01: Ich war gestern durch Zufahr am Bahnhof in Weiden Und da hab' ich ja eh mal die Schülerinnen von mir getroffen und wir haben uns glaube ich eine halbe Stunde unterhalten.
00:27:09: Ich bin mit dem Zug gefahren und der hatte eine halben Stunde Verspätung gehabt, das hat sich gut angeboten.
00:27:13: Ja!
00:27:13: Ähm..und dementsprechend habe ich gesagt wow Wahnsinnig toll, was da immer noch läuft und dass die Klassengemeinschaft nach wie vor echt immer noch gegeben ist.
00:27:23: Immer noch gut da ist.
00:27:25: Das ist toll.
00:27:25: also das finde ich allgemein schön.
00:27:28: wenn ich da reinkomme in den Klassenzimmern dann merkt man eigentlich sofort... das merkt jeder!
00:27:32: Da muss man kein Lehrer sein oder kein Schüler oder was auch immer.
00:27:35: Ich komme da rein und dann merk' ich WIPED des da drin oder es ist eine Katastrophe.
00:27:40: da drinnen einfach vom Gefühl der Wenn ich reinkomm in einen Raum Und dann schauen schon alle so und haben wir überhaupt keine Lust mehr.
00:27:47: Und wenn ich reinkomme in den Raum und alles sind gespannt, oh jetzt gehts aus.
00:27:52: Was machen wir denn heute wieder?
00:27:54: Das ist einfach ein ganz anderes Feeling.
00:27:56: Aber eine große Herausforderung oder?
00:27:57: Wenn es jetzt jemanden in einem Referendaren oder jemandem der bei dir hospitiert das so sagt dann sagt ihr vielleicht auch ja das glaube ich schon.
00:28:09: aber wie macht man das?
00:28:11: Bin kein Zauberer.
00:28:12: Genau!
00:28:14: Sondern ich habe auch Rückschläge.
00:28:16: Natürlich, selbstverständlich.
00:28:18: Natürlich gibt's einmal eine Stunde, die läuft überhaupt nicht.
00:28:21: Das ist eine Katastrophe!
00:28:22: Wenn ich denke was kommt denn da raus?
00:28:23: Könnte sich nicht mal einen Text grad abschreiben... Also im wahrsten Sinne des Wortes heute hat einer schief geschrieben, einmal gewerbe die Seite.
00:28:34: Aber die gibt es garantiert ein jeden anderen Beruf.
00:28:38: aber wichtig ist dass man die Zuversichten verliert und bloß wegen einem Rückschlag oder wegen zwei oder fünf Rückschlägen dann das komplette Konzept in Frage zu stellen, finde ich schwierig.
00:28:51: Da muss man wirklich sagen wir gehen voran und wenn es mal nicht läuft, dann läuft's nicht.
00:28:55: aber wie gesagt, die Laufen laufen.
00:28:59: Und wenn ich jetzt an einer klassischen Unterrichtsstunde denke, Wahrscheinlich auch nicht, geht davon aus.
00:29:15: Und das sind genau diese Sachen, wo ich sage okay ja dann machen wir mal einen Quatsch und schauen mal aus dem Fenster raus.
00:29:23: Das werde ich nie verändern können.
00:29:25: Wir arbeiten mit Menschen in den Maschinen und je mehr ich habe in die positive Richtung gehe, je mehr Wertschätzung ich den Kindern gegenüberbringe desto mehr Wertschätzung kommt nach zurück.
00:29:36: Es ist überhaupt ein Begriff, von dem ich wahrnehme, dass es dir sehr wichtig ist und wo ich das Gefühl habe noch nicht ausreichend darauf eingegangen zu sein.
00:29:43: Machst du zu diesem Punkt noch etwas sagen was bedeutet das für dich die Wertschättung?
00:29:47: Wo geht's dir vielleicht manchmal ab bzw.
00:29:50: wo ist es dir wichtig in welcher Form auch zum Ausdruck zu bringen.
00:29:55: Ich bin immer der Meinung, Wertschätzungen sollten man eigentlich überall und jederzeit in irgendeiner Art und Weise rüberbringen also wirklich überall an jeder Zeit.
00:30:02: Ich nehme jetzt mein Beispiel vom gestern vom Bahnhof.
00:30:05: Ich steig aus und alle, ich meine das jetzt schade für die, die ihn noch hören.
00:30:09: Alle sehen ungefähr so aus.
00:30:12: Ja, ich konnte es ja mal beschreiben also... Die Wangen gehen nach unten, die Augen schauen ein bisschen starren, so ein bisschen leer nach vorne und insgesamt schaut der Sebastian jetzt gerade nicht wirklich glücklich aus.
00:30:24: Genau!
00:30:25: Wenn ich aber jetzt auf Reisen bin oder Ähnliches?
00:30:28: Und ich gehe dann da auch andere Leute zu, auf andere Kulturen und sehe wie zum Beispiel die Griechen mit einer Lässigkeit oder die Speine mit einer lässigkeit durchs Leben gehen, weil ich denke hey habt ihr nicht Schuld?
00:30:39: Oder ähnliches.
00:30:40: Und da kommt aber nix sondern so Ja ist das super, wir treffen uns heute Abend zum Essen und ich lade alle ein.
00:30:48: es gibt so eine schöne Anekdote der hat man tatsächlich meiner Schülerjahrzeit vor zwei Jahren schon und der gesagt sein Vater hat ihn zehn Euro geben um zum Döner zu gehen bei ihnen Und er hat noch einen Freund mitgenommen.
00:31:04: Er hat der Vater gesagt, ja und was hast du gemacht?
00:31:07: Mit den zehn Euro?
00:31:10: Ja, ich hab mein Döner zahlt und ich halte es ein.
00:31:12: Dann hat der Vater gesagt das geht überhaupt nicht bei uns.
00:31:15: Wenn du einen Sehner kriegst von mir dann leutest du ihn zumindest mit ein.
00:31:18: Ganz einfach!
00:31:19: Das reicht nämlich für zwei.
00:31:21: Fertig.
00:31:22: Und das ist vielleicht so etwas wo wir insgesamt mehr hinkommen müssen weil... Ich sag's mal gerne so Danke tut doch kein weh.
00:31:28: Am besten Fall macht er danke eines anderen schönen Tag.
00:31:32: Das ist genau die Idee dahinter.
00:31:34: Dass wir oft einmal sagen, danke!
00:31:36: Vielen Dank, Christian, dass ich bei dir im Podcast zu Gast sein darf.
00:31:40: Und das ist aber was in einer Schule ... ne oder Lehrer, der markiert eigentlich die Fehler?
00:31:46: So klassischerweise.
00:31:47: Und zwar ja noch in rot.
00:31:48: In rot.
00:31:48: Der
00:31:48: Stockfarbe.
00:31:49: Ja, genau.
00:31:52: Also es war also ein bisschen Erhaltungsänderung von dem, was man vielleicht so klassischer Weise im Kopf hatte.
00:31:59: Unbedingt.
00:32:00: Ich habe ja schon gesagt, dass bei uns immer alle im Sitzkreis sitzen zu Beginn.
00:32:04: Und wir sitzen alle auf den gleichen Benken mit einer Ausnahme.
00:32:08: Es gibt einen einzigen Stuhl in dieser Runde und jetzt sagen ninety-fünf Prozent der Leute die Frage wer sitzt auf dem Stuhle?
00:32:15: Wirst du fragen?
00:32:16: Wer sitzt auf einem Stuhel?
00:32:17: Na ja, du halt!
00:32:18: Ja genau.
00:32:19: Nein ich sitze nicht auf dem stuhl.
00:32:21: Das ist jetzt ganz normal auf dem Benken.
00:32:23: Wir haben ein Kind des Tages und dieses Kind des Tages ist für mich ein ganz besonderes Projekt.
00:32:27: das wird jeden tag zufällig ausgelost Und so ein bisschen meine rechte Hand hilft zum Beispiel beim Einsammeln von irgendwelchen Sachen.
00:32:35: Oder ähnliche, also beim Ausdämmen von Arbeitsplättern.
00:32:39: und das Besondere daran ist wir machen zu Beginn immer eine Positivrunde.
00:32:42: Das heißt ich sage dann ganz ehrlich lieber Punkt Punkt Punkt die werde jetzt mal keine Namen sagen.
00:32:47: Die Punkt Punkt Punk.
00:32:48: du hast da wahnsinnig großes Herz und das sehe ich zum Beispiel an dem dem dem um den Beispiel ganz konkret aus dem Unterricht weil du zb letztes Mal ... am Füller verliehen hast oder weil du beim Ausflug gesagt hast, ... ... der neben ihm keine sitzen will.
00:33:00: Da setze ich mich freiwillig mit daneben... ... oder Ähnliches.
00:33:04: Oder du hast eine wahnsinnige technische Begabung.
00:33:06: Der war unten beim Werken und da ist man gezeigt wie so ein Säge,... ... wo ich wieder nicht weiß, wie die heißt.
00:33:11: So ein Feindsäge heißt es glaube ich.
00:33:13: Funktioniert.
00:33:14: Ich habe absolut keinen Gerust vorher.
00:33:16: Er schon.
00:33:16: Er geht immer rein in der Früh und schaltet für mich die Tafel an, das ist Luxus ich muss gar nichts machen weil wir sind inzwischen so ausgestattet.
00:33:24: Wir haben Tafeln die müssen man anschalten mit ein und ausschalte es keine grüne Greidetafe mehr wie man sie vorher mal kannte.
00:33:29: Sonst sind tatsächlich elektrische Tafels.
00:33:31: Ja
00:33:32: spannend!
00:33:33: Das ist tatsächlich als.
00:33:34: ich möchte ja gar nicht sagen dass man keine Fehler mehr anstreicht.
00:33:35: das ist ja völlig klar das muss man ja trotzdem noch.
00:33:37: aber wie du sagst dass man sich vielleicht auch den Aufwand macht um eben nicht nur die Vieles zu suchen sondern eben auch ... das, was man positiv herausstellen und Wert schätzen kann.
00:33:47: Genau.
00:33:47: Heraus sucht aktiv!
00:33:48: Ist es halt auch Arbeit?
00:33:50: Ja freilich, ja.
00:33:51: Ich muss mal solche Sachen natürlich anmerken... ... ich muss mir schon anmerk'n dass ich sage, ich habe damals vor fünf Monaten, ... ... was du doch beim Ausflug derjenige die super Perspektive für das Fotog gefunden hat oder Ähnliches,... ... aber wenn man das sieht, wenn man so positive Aspekte sieht dann sieht man sich das raus und ich hab noch keinen Studio erlebt Und man sagen wird, da gibt's nichts.
00:34:17: Da gibt es einfach nix!
00:34:18: Der hat nix Positives an sich.
00:34:19: Das funktioniert also wirklich nie.
00:34:22: und selbst diejenige der dann immer zehn Minuten zu späck kommen ist oder so.
00:34:26: Dann gesagt okay einmal war nämlich dann pünktlich.
00:34:29: Dann war zufällig am dem Tag auch noch Kind des Tages.
00:34:32: Siehst du das?
00:34:33: Kaum müssen wir mal pünftig.
00:34:35: Schon wenn man Kind des Tag ist und der zum Beispiel jetzt vielleicht Probleme mit der Pünktlichkeit.
00:34:40: aber ich weiß auch... Das ist der auf der anderen Seite jetzt zum Beispiel in GPG.
00:34:45: GPG heißt Geschichte, Politik, Geografie ausgesprochen und der hat da ein wahnsinniges Fachwissen.
00:34:51: Also der hab ich mir zum Beispiel genau sagen können wie war die mittelalterliche Ständepyramide so aufgebaut oder ähnliches?
00:34:58: Es können viele andere nicht.
00:35:00: Ich frag jetzt auch netter nach keine Angst.
00:35:01: Nein, ich hätte gleich die nächste Frage auf meinem Zettel... also das ist glaube ich was man auch im Alltag für sich ganz gut mal mehr üben könnte.
00:35:15: Mit
00:35:15: mehr Gelassenheit und ich glaube, das ist auch sehr wirkungsvolles gerade auch bei Schülerinnen und Schülern die vielleicht manchmal ja auch das Gefühl haben alles verkehrt zu machen oder zu viel Verkehr zu machen.
00:35:27: Ich glaube bis jetzt in der sechsten Klasse aber ich glaub auch davor und auch danach sind ja die Kinder- und Jugendlichen auch in das doch sensiblen oder aufhührenden Lebensphase.
00:35:37: also ich glaube dass dass gerade so was einen sehr großen Effekt haben könnte, wenn man da eben einfach mal anders rangeht als immer nur tardellend.
00:35:45: Ich sage mir gerne meine Schüler haben mein All-Inclusive-Ticket gebucht und dieses All Inclusive Ticket das gilt natürlich nicht nur wenn sie in meiner Klasse sind gerade durch Zufall sondern auch danach.
00:35:56: also wenn Sie zum Beispiel nicht wissen wie soll es nach meinem Abschluss weitergehen?
00:36:00: ganz typische Frage.
00:36:01: ganz viele Schüler fiebern auf diesen Abschluss hin dann haben sie ihn irgendwann dann stehen's da Ging dir vielleicht ähnlich, mir damals auch.
00:36:11: Genau so.
00:36:12: Nach meinem Abschluss haben wir gedacht, was machst du jetzt?
00:36:15: Super!
00:36:15: Jetzt hast du deinen Abschluss.
00:36:17: und jetzt wie geht es weiter?
00:36:19: Und das ist eine ganz sensible Phase im Übergang zwischen Schule und Beruf dann später wo man oft auch Unterstützung braucht aber auch so... Also ich habe mich ja schon mit ehemaligen Schülern getroffen, die sind jetzt selber schon vierundzwanzig fünfundzwantzig wahnsinnig interessant.
00:36:36: Jetzt habe ich noch ein, zwei andere Themen auf dem Zettel die mich auch interessieren würden.
00:36:40: Ich hab von einem Projekt gelesenes in Windisch-Aschenbach das es dort gibt und dem du beteiligt bist dass sich intergenerationales Intergenerationalis arbeiten nennt.
00:36:56: Übersetzen wir das bitte.
00:36:57: Lehrer haben wo so ein Fable für Fachwörter und für richtig kopizierklingende Wörter ist viel einfacher.
00:37:01: Ich nenne dieses Projekt lieber jung und alt zusammenholt.
00:37:04: Da geht es um was ganz Konkretes und zwar, dass wir rausgehen alle zwei Wochen aus der Schule.
00:37:10: Wir verlassen den Lebensraumschule und gehen in den Lebensraum Seniorenheim.
00:37:14: Das hört sich jetzt vielleicht ein bisschen komisch an auf den ersten Moment.
00:37:17: Aber im Seniorenheim haben wir die Erfahrung gemacht das die Idee kam und ich bin von Weihnachten auf.
00:37:22: Ich habe gesagt einmal wie können wir zu Weihnachten einen Leuten eine Freude machen?
00:37:26: Und dann haben wir uns gedacht was gibt's denn hier so vor Ort?
00:37:29: Haben wir zum Beispiel mal seniorenheim Direkt Wort, gibt's im fast jeden Ort.
00:37:34: Und mit diesen Hintergrundgedanken haben wir dann erst mal Briefe geschrieben.
00:37:38: Ich habe gesagt so, wir können die jetzt sammeln und ich fahre die vorbei und dann machen wir schnell Cans oder schönes Foto.
00:37:44: und das war es dann aber... Das ist ja nicht nachhaltig.
00:37:48: Wir haben gesagt okay, wir gehen mit den Kindern selber.
00:37:51: Die Kinder kommen selber mit übergeben ihre Briefer persönlich.
00:37:57: Dann hat man einfach noch Stunde Zeit und gesagt, wir setzen uns noch zusammen.
00:38:01: Wir spielen ein bisschen.
00:38:02: Die Senioren erzählen irgendwelche Geschichten vom Frühjahr.
00:38:05: Beispiel Geschichte Holzscheitelknien gab es früher mal auch in der Schule oder Geschichte die ich ja nicht vergessen werde.
00:38:13: Senioren haben noch mehr Zeit, sie haben damals in die Schule immer Scheitelholz mitnehmen müssen für den Ofen im Klassenzimmer damit zwar warm geworden ist.
00:38:21: Und das sind so Geschichten, die die Kinder dann auf der einen Seite aufsagen.
00:38:24: Auf der anderen Seite haben wir aber die Senioren, die erstens total wissbiger sind und sich total freuen wenn Kinder irgendwo in einer Umgebung sind... ...und auf der anderen Zeit ja ganz praktische Hilfe brauchen.
00:38:36: Senioren hatte zum Beispiel ein Flugmodus im Handy drinnen und hat nicht gewusst wie sie den wieder rauskriegt.
00:38:41: Und jetzt hat es sich total sorgend gemacht weil Ganz einfach ist Hon, der hat sie seit gestern schon nicht mehr angerufen.
00:38:49: Nicht aus dem was passiert ist und so weiter.
00:38:51: Ja freulich.
00:38:53: Das sind eine Schülere von mir mit ihr hintergegangen zum Zimmer.
00:38:57: Ich habe gesagt es ist ganz einfach das er fliegt unter den Zack zack!
00:39:00: Und schon hat sich wieder ihre drei oder vier verpassten Anrufe für den Sohn.
00:39:06: Genau solche Sachen sind es.
00:39:08: Solche kleine Anekdoten die da einfach zwei Generationen zusammenbringen.
00:39:11: und die Idee dahinter ist ja eigentlich dass wir Vorurteile abbauen können dass wir sagen, okay... Wir schimpfen eben nicht über die Jugend.
00:39:19: Aber umgekehrt auch nicht die Jugend über den Alten.
00:39:22: Sondern wir bringen zwei fast entgegengesetzte vom Lebensalteher jetzt gesehen Parteien zusammen und bloß wenn man sich zusammen an ein Tisch sitzt und miteinander rett, da merkt man vielleicht, dass uns ganz wenig trennt und ganz viel verbindet.
00:39:34: Und das ist genau der Hintergrundgedanke hinter dem Ganzen.
00:39:37: Das läuft alle zwei Wochen.
00:39:38: In zwei Wochen geht es wieder rüber in den Seniorenheimen.
00:39:43: Das ist im Rahmen der Schulzeit oder ist es ein
00:39:46: außer-schulisches Projekt?
00:39:47: Ganz, ganz einmal im Raum in der Schulzeite.
00:39:48: Ich nehme zwei meiner Stunden dafür her und alle zwei Wochen dritte vierte Stunde.
00:39:53: ums ganz genau zu machen gehen wir rüber ins Seniorenheim und dann treffen uns dort und ich finde man lernt da ganz viel aus diesem Projekt und man kann da unfassbar viel rausziehen.
00:40:06: Und wenn es nur der Abbau vom Vorurteilen und die Abbau von Joy gegen solche Sachen ist, auch eine andere Anekdote aus dem Beispiel.
00:40:15: Ganz am Anfang waren die Kinder total zurückhaltend und vorsichtig.
00:40:19: Und haben gesagt Herr Bäumler wie ist das denn?
00:40:22: Wenn du da im Rollstuhl sitzt und ich die schieb kann dich da rausfallen.
00:40:27: Kommt drauf an wie du schiebst aber normalerweise nicht.
00:40:29: Aber da merken wir schon, dass die eigentlich überhaupt keine Berührungspunkte vorhanden sind.
00:40:34: Und dass sie erst so Schritt für Schritt reingekommen sind in das.
00:40:38: und jetzt ist ganz selbstverständlich, jetzt werde ich hier andersrum gefragt wann gehen wir denn endlich mal wieder?
00:40:43: Tatsächlich.
00:40:44: Tatsächlich ja!
00:40:44: Wann gehen wir dann endlich einmal wieder?
00:40:46: und besonders schön eine entstandene Freundschaft da... Ich weiß von einer Bewohnerin, die fragt jedes Mal, die Pflegedienstleitung dort zuverlässig, fragt die Schülerin X widerte bei oder nicht.
00:41:01: Und sie ist dabei und da freut sich es sich immer wahnsinnig, dann hat sie mal so schön gesagt... Du bist immer ein Highlight der Woche wenn du da kommst und sowas berührt einen für dich ganz tief im Herzen.
00:41:13: Da können wir ganz konkret was machen dafür dass in unserer ganzen Gesellschaft besser wird, dass unsere ganze Gesellschaft besser geht.
00:41:21: und wenn das so leicht geht einfach indem man da mal zu Besuch kommt Warum nicht?
00:41:25: Ja, warum nicht.
00:41:26: Das stimmt
00:41:26: ganz einfach.
00:41:27: ein tolles Beispiel für mehr Verständnis zusammen halt für einfach mehr Zusammenkommen oder Gefühl füreinander auch irgendwie kriegen weil wir das wie soll man es noch wissen?
00:41:35: also Wie's denen geht wenn wir nie Kontakt haben miteinander?
00:41:40: max ist alles
00:41:42: Genau.
00:41:43: Ein anderes Projekt ist des netts oder projekt stimmt nicht.
00:41:46: Es gibt das Netzwerkschulewirtschaft in dem du auch aktiv bist.
00:41:50: erzähl mal was das Netzwerk isst was das netzwerk macht.
00:41:54: Ich habe ja vorher schon gesagt, dass wir oft Leute haben die ihren Abschluss gemacht haben und die danach den Abschluss nicht wissen wie es weitergehen soll.
00:42:03: Wirklich der Übergang von Schule zu Wirtschaft direkt live.
00:42:09: Und... ...wir können uns als Netzwerk eben da drumzusehen.
00:42:13: Wie können wir diesen Übergangs bestmöglich ermöglichen?
00:42:16: Dazu arbeiten Akteure aus Schule und aus Wirtschaft zusammen um versuchen eben gemeinsam Die besten Ideen zu finden um solche Übergänge zu vereinfachen.
00:42:27: Wir machen zum Beispiel Kooperationen mit Wirtschaftsunternehmen, wo wir dann Betriebserkennung machen, wo man wirklich hingehen in die Betriebe und sie betrieben mal fortanschauen.
00:42:35: wie arbeiten diese zum Beispiel?
00:42:37: Wir haben jetzt zum Beispiel mit einer ortsansässigen Druckerei auch in zwei Wochen ein Termin.
00:42:44: da werden eigene T-Shirts Schul-T-Shorts gestalten.
00:42:48: Das ist jetzt ein ganz konkretes Beispiel dafür, eben dass man auch diese Scheude verabbaut, dass man sagt hey bei dem Betrieb da war er schon mal zu Besuch ja der Weise wie es ausschaut das können wir vorstellen auch beruflich eben künftig und da habe ich nicht so die Scheube.
00:43:04: wenn ich bloß für diesen großen Betrieb stehe dann brank den großen Lettern der Firmennahme oben drüber und ich bin vierzehn hab' tausend Probleme und die Praktikumszusuche ist einer davon.
00:43:17: Ich traue mich einfach nicht anzurufen oder ähnliches, wenn ich da schon mal war, du weißt wie es dir ausschaut vielleicht den Chef schonmal gesehen hat dann fällt mir das naturgemäß viel leichter.
00:43:26: Und auf der anderen Seite natürlich die Wirtschaft genauso.
00:43:29: Die Wirtschaft ist ja aktuell auch auf der Suche immer noch neuen Azubis nach neuen Leuten die frisch reinkommen.
00:43:38: Genau so bringen wir quasi Schule und Wirtschaft zusammen, eben um zu ermöglichen dass jeder seinen individuellen Weg geht.
00:43:45: Und wenn es mal ein paar Abzweigungen hat dieser Weg dann ist das so.
00:43:48: Gibt's schlimmeres?
00:43:50: Jawohl!
00:43:51: Ich würde jetzt gerne noch wissen welche Wege du außerhalb der Schule so gehst und bevor man auf diesen Bereich kommt würde ich unsere Schnellfragerunde einstreuen.
00:43:59: Das sind kurze Fragen mit der bitte meine spontane Antwort.
00:44:04: Schauen wir mal Und zwei ist die erste.
00:44:06: Dein Lieblingsverein isst?
00:44:08: Die Blutervis beiden!
00:44:11: Die beste Zäugelbrotzeit
00:44:12: isst?!
00:44:14: Oberster!
00:44:15: Früh oder spät aufsteher?
00:44:17: Früh, eindeutig früh.
00:44:19: Berufsbedingte das Schlechteste?
00:44:21: Ja tatsächlich noch früher.
00:44:23: Meistens in der frühen Fünfe.
00:44:25: Dann wenn alle anderen schlafen geht bei mir schon das Licht an.
00:44:29: Sommer oder Winter?
00:44:30: Sommer
00:44:31: Freibad oder Weier
00:44:34: Lieber Weyer, wobei es auch gute Freibäder bei uns in der Region gibt.
00:44:38: Wandern oder Radelfahren?
00:44:40: Wandern!
00:44:40: Ich bin kein Radfahrer überhaupt nicht.
00:44:44: Und Couch- oder Garten?
00:44:46: Garten.
00:44:47: Raus in Natur ist das Schönste was es gibt.
00:44:50: Wo gehst du denn dann am liebsten hin?
00:44:53: Du wohnst in Windisch-Echenbach.
00:44:56: Da liegt das Waldenabteil natürlich neu.
00:44:59: Das oder noch weitere Orte, die du in der Umgebung gerne aufsuchst?
00:45:03: Gibt es einen Einblick?
00:45:04: Wir haben tatsächlich unsere Umgebungen unfassbar viele schöne Orte ich finde.
00:45:09: WaldenAbteil liegt neu bin ich ja regelmäßig selbstverständlich aber ich meine jetzt nicht bloßes Walden Abteil.
00:45:15: wenn wir ein bisschen weiter schauen gefällt mir die Miniberge hier bei uns in der umgebung so schön sag jetzt bewusst miniberge.
00:45:21: ich möchte jetzt Parkstein und auch Neustadt am Kulm nett unbedingt Negativ darstellen, aber es sind halt keine drei Tausende.
00:45:30: Aber wirklich schön wäre ein Neustart am Köln zum Beispiel mal oben auf dem Aufsichtsturm ist oder eben im Parkstein den Vulkan hochklettert übrigens auch das Vulkanmuseum direkt am Rande.
00:45:42: wahnsinnig sehenswert also gerade weil du gerade gefragt hast Freibad oder Weier?
00:45:48: eigentlich müsste ich korrekt sagen weder noch eher Berge als Freiband oder Wei
00:45:54: Richtige Berge dann auch oder unsere Toscana-ähnlichen Berge eher?
00:45:58: Da Italien mein absolutes Lieblingsland ist, abgesehen vom Landkreis.
00:46:04: Toscano aber wirkliche Toscaner nicht unsere Toscane ähnlichen sondern allgemein alles Richtung Garderssee, Richtung Komaseen, alles Richtung Norditalien dieses Alpenregion finde ich immer wahnsinnig beeindruckend.
00:46:19: und wenn man da mal oben steht auf einem ... dreitausender, steht mir ja selten.
00:46:23: Aber auf dem zweitausenden reicht's schon, wenn man da einen Blick hat über die ganze ... ... meiner Gemeinschaft.
00:46:27: Super!
00:46:29: Einmalfreies Gefühl und das gibt es bei uns auch ganz oft.
00:46:31: Wir können einem flossen Burg zum Beispiel mal raufgehen auf die... ...Bürg.
00:46:36: und ich finde oder ich glaube, man kann da fast ein ganzen Landkreis sehen.
00:46:42: Und dass obwohl unser Landkreise so unfassbar groß ist, entdecke ich jedes Mal wieder Neues.
00:46:46: Ich bin heute gerade eben hier hergefahren Ich bin dann weggefahren, wenn ich vorher noch nie gefahren.
00:46:53: Tatsächlich.
00:46:54: Und ich dachte okay, probieren wir mal aus hat funktioniert.
00:46:57: und jetzt lebe ich aber seit einer dreißig Jahren hier im Landkreis und entdecke immer neue Wege und immer wieder gibt es irgendetwas Neues zu entdecken.
00:47:04: das finde ich spannend.
00:47:05: also gerade des finde ich toll in einem Landkreise der einfach liebendig ist wo man merkt da geht was
00:47:14: oder merkst du denn das?
00:47:16: Was ist das Leben das dir hier gefällt
00:47:18: eigentlich alles?
00:47:21: Ich war jetzt selber verkürzen, erst in der Großstadt wieder zu besuchen.
00:47:25: In München und wenn man da ist das ist schon wahnsinnig spannend was es da alles gibt und welche Arten von Menschen hier durchlaufen.
00:47:34: aber wenn ich dann eben wieder am Bahnhof in Windisch-Eschenbau ankomme und dann gehe ich einfach darauf, na kenne jeden erster Punkt und dann heißt einfach deine Ruhe lautest du was fährst ist diese Rollkoffer die du hinter dir herziehst und denkst ja umfassbar schön.
00:47:50: Das ist der erste Punkt.
00:47:51: und der zweite Punkt.
00:47:53: Solche Sachen, wie zum Beispiel im Faschingszug in Neustadt ganz konkret... Der war ja jetzt verkürzen.
00:47:59: Zumindest zum Zeitpunkt der Aufzeichnung war er verkürzene oder auch hier in Himmels.
00:48:05: Das ist wirklich wahnsinnig spannend solche Sachen zu sehen dass man sagt wir können nicht bloß Ruhe, wir können auch Party.
00:48:12: Wir können auch leben!
00:48:15: Und da eben auch Du sagst, man kennt sich.
00:48:19: Die Vereine, die diese Feste ausrichten natürlich... Das ist schon auch so ein Zusammenhalt zu einem Netzwerk, einerseits für sich Zeit und Raum haben, rauskommen aber auch zusammenkommen dann irgendwann wieder.
00:48:32: Das ist vielleicht etwas was ausmacht?
00:48:33: Nehmt es mal, wenn ich erst mache gleich das Beispiel da gibt's einen Zeugel und diese Regel in Offizielle Regel setzt ihr einfach dazu.
00:48:43: Undenkbar, wenn ich jetzt an andere Großstädte oder Ähnliches denke.
00:48:47: Ich gehe da ins Restaurant und dann sitzt... An einem Viertisch sitzen nur zwei Leute und schätzen mir halt einfach mit dazu.
00:48:55: Gibt zumindest komische Blicke?
00:48:57: Wenn nicht irritierte Nachfragen oder denen verweist das Tisch ist!
00:49:02: Das gibt's zum Zeug überhaupt nicht.
00:49:03: Null Komma Null, da sitzt jeder mit ihnen zusammen Da redet jeder mit jedem.
00:49:07: Das finde ich super!
00:49:08: Das stimmt, ja das stimmt Es wird auch mit dem markigen Spruch gern für den Markt.
00:49:11: jetzt hier kann nicht einmal der Papst reservieren.
00:49:13: Aber was wirklich wahr daran ist also vor allem auch Jung- und Alsützer zusammen
00:49:16: Genau Also...
00:49:18: Das funktioniert am Zäugel tatsächlich ganz selbstverständlich
00:49:23: Genau.
00:49:23: Und das ist das wo ich sage warum machen wir das nicht viel öfter in der Gemeinschaft?
00:49:27: Und damit kommen wieder zum intergenerationalen Arbeit.
00:49:30: quasi Man nennt es auf Englisch immer so schön ein Full Circle Moment.
00:49:34: Das ist es dann für mich auch dass hier quasi am Zeug im Kleinsten zusammenkommt, wer zusammen gehört.
00:49:42: Nämlich alle.
00:49:43: Einfach alle miteinander ins Gespräch kommen, ein bisschen mehr miteinander reden und nicht übereinander schimpfen – das ist das was ich mir allgemein mehr wünschen würde.
00:49:52: Das lasse jetzt einfach gerne mal so stehen!
00:49:54: Das finde ich nämlich sehr unterstützungswert diese Einstellung.
00:49:59: Welche Person, wenn man jetzt schon bei….
00:50:01: Es ist ein bisschen miteinander und Netzwerken sind.
00:50:05: Welche Personen aus dem Landkreis?
00:50:07: Viele, die einen bei der Frage oder bei der Aussage, die hat dich begeistert, inspiriert oder irgendwie neugierig gemacht auf eine Art, dass du sagen würdest, ladst sie doch auch gerne mal in den Podcast
00:50:17: ein.".
00:50:18: Also es ist tatsächlich eine ganz komische Frage, blödsagt!
00:50:24: Oder ich gebe eine ganz kommische Antwort.
00:50:26: Wir sagen was so... Ich glaube, es gibt nicht eine Person ... die immer irgendwas ausmacht.
00:50:32: Ich finde, immer Einzelpersonen sind ist ganz nett.
00:50:35: aber es gibt da eine Familie tatsächlich... ...die eben sofort in den Kopf gekommen ist als du die Frage jetzt gestellt hast und zwar war ich im Neustadt am Gymnasium und unser Highlight war es immer in den Mittagspausen runter zu gehen zum Babylon Grill.
00:50:50: Zum Döner dort und dann kommen alle Leute zusammen jederzeit und zwar so, ich gehe auch jetzt noch, ich mach mich mal als kleiner Fan davon Ich gehe ja jetzt noch regelmäßig darunter und wenn man sieht, was diese Familie aus diesem Lokal gemacht hat.
00:51:09: Und auch aus der näheren Umgebung finde ich wahnsinnig beeindruckend!
00:51:14: Und ich find ein Christian zum Beispiel oder Martin vom Beibiden-Grid, den kennt jeder gefühlt.
00:51:21: Ich mag's
00:51:22: nochmal beschreiben für die das nicht kennen?
00:51:25: Es sind die Besitzer bzw.
00:51:28: Inhaber von unseren örtlichen Dönern Und immer total nett und freundlich.
00:51:33: Also ich war nebenan, oder ich bin nebenan regelmäßig beim Friseur.
00:51:38: In den letzten zwei Wochen hat es nicht funktioniert das sieht man ja.
00:51:40: Zumindest wenn man im Video zuschaut.
00:51:42: aber vom Prinzip her bin ich da auch immer nebenan und damals zum Beispiel letztes Mal einfach miteinander geschärzt und krettet.
00:51:50: Das ist das wo ich sage okay jetzt haben wir wieder diesen full circle Moment mit einem Kochbuch als Essen.
00:51:55: das bringt Leute zusammen in irgendeiner Art und Weise Auch da, ich bin mir sicher die haben wahnsinnig viele spannende und interessante Geschichten zu erzählen.
00:52:04: Die sind nur so ein bisschen den Nabel der Welt von Neustadt und dementsprechend das wäre auf jeden Fall mal ausgewöhnlich.
00:52:15: Danke für diesen Tipp!
00:52:17: Jetzt habe ich erstens Hunger und zweitens aber noch eine Frage zum Schluss mit der ich gerne nochmal in den Kontext Schule zurückkehren möchte.
00:52:24: zusammengefasst was braucht es aus deiner Sicht dass Schule nicht nur erträglich ist Und auch nicht nur nützlich, sondern sogar Spaß macht oder wie du es beschrieben hast.
00:52:35: Ein Lebensraum ist den man auch gerne erlebt.
00:52:40: Mehr Positivität?
00:52:42: Mehr Optimismus?
00:52:43: Mehr Lächeln?
00:52:45: Jawohl!
00:52:45: Vielen Dank!
00:52:46: Dann bedanke ich mich nicht nur für die Antwort, sondern für das ganze Gespräch.
00:52:50: Das war sehr spannend.
00:52:51: Vielen Dank für die Einblicke, die Inspiration und weiterhin alles Gute dir.
00:52:56: Vielen herzlichen Dank.
00:52:56: Ich habe zu danken... Und ich hoffe, wir sehen uns bald wieder.
00:53:26: Jawohl!
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